Erster Tagungstag – 24. September 2026
Den Auftakt der Tagung bildete am Nachmittag der Austausch im MINT-EC (Excellence Cluster) „Arbeiten mit lebenden Tieren in der Schule“. Im Mittelpunkt stand die Entwurfsfassung der von Fabian Kusterer und Sabine Marschner (Hamburg) erarbeiteten Handreichung zur Arbeit mit den Achatschnecken, deren Veröffentlichung für Frühjahr 2027 geplant ist. Die Teilnehmenden diskutierten die Materialien insbesondere mit Blick auf ihre Praxistauglichkeit, die Anforderungen des Tierschutzes sowie ihren Einsatz im forschend ausgerichteten Biologieunterricht.
Die Handreichung wurde als umfassende und praxisnahe Grundlage eingeschätzt, die auch Lehrkräften ohne Vorerfahrungen einen sicheren Einstieg in die Arbeit mit Achatschnecken ermöglichen kann. Besonders hervorgehoben wurde die konsequente Orientierung an Tierwohl, Tierschutz und Handlungssicherheit. Für die weitere Überarbeitung wurden unter anderem eine stärkere Vereinheitlichung der Stationsmaterialien, eine Differenzierung nach grundlegendem und erhöhtem Niveau sowie eine noch deutlichere Ausrichtung am Forschenden Lernen angeregt. Einzelne Versuchsmaterialien sollen zudem durch naturnähere Alternativen ersetzt und Hinweise zu geeigneten Arten und ihren tierartspezifischen Besonderheiten – etwa zu Lisachatina fulica und Archachatina marginata ovum – ergänzt werden.
Über die konkrete Handreichung hinaus richtete sich der Blick auf die Weiterentwicklung von Unterrichtskonzepten mit lebenden Modellorganismen. Perspektivisch sollen vergleichbare tierartspezifische Haltungs- und Unterrichtskonzepte auch für weitere Gliedertiere und Wirbeltiere, beispielsweise Fauchschaben oder Leopardgeckos, entwickelt werden. Damit verbunden ist die Idee, weitere praxisorientierte Methodenmaterialien für das tierwohlgerechte und forschende Arbeiten mit lebenden Tieren im Biologieunterricht bereitzustellen.

Ab 19 Uhr klang der erste Tagungstag bei einem gemeinsamen Abendessen aus. Der informelle Rahmen bot Gelegenheit, die fachlichen Gespräche fortzuführen, Erfahrungen aus den Vivariumschulen auszutauschen und neue Kontakte und Ideen für die weitere Zusammenarbeit zu entwickeln.
Zweiter Tagungstag – 25. September 2026
Der zweite Tagungstag begann um 8:30 Uhr mit einem ersten Einblick in die Lehr-Lernräume petZ an der TU Dresden. Prof. Dr. Monique Meier, Professur für Didaktik der Biologie, stellte gemeinsam mit dem Team die Entwicklung der Räume und deren Einbindung in die universitäre Lehrkräftebildung vor. Der tierische Bereich steht unter der Leitung von Dr. Stefanie Wiedmer.
Ausgangspunkt für petZ war 2023 ein ehemaliger ASB-Laborcontainer. Seitdem wurde die Tierhaltung schrittweise aufgebaut und erweitert. Den Anfang bildete 2024 der Fischraum mit einem aus der Biologiefakultät übernommenem Aquarium sowie die Haltung verschiedener Wirbelloser. Es folgten Ratten und Rennmäuse sowie mit einer Bartagame das erste Reptil. Neue Terrarien verbesserten und erweiterten die Haltungsmöglichkeiten. 2026 kamen eine Kornnatter und Graumulle hinzu. Inzwischen erstreckt sich petZ über zwei Etagen: Im Erdgeschoss befinden sich Fisch- und Nagetierraum, im Obergeschoss die Bereiche für Wirbellose und Reptilien.
Ein besonderer Schwerpunkt der Vorstellung lag auf der systematischen Einbindung der Tierhaltung in die universitäre Lehre. Bereits in der Fachdidaktik I begegnen Lehramtsstudierende dem Thema „Tiere im Biologieunterricht“ in Vorlesung und Übung. In fachpraktischen Seminaren werden biologische Erkenntnismethoden unmittelbar am lebenden Tier erschlossen. Beispiele sind Untersuchungen zur Fortbewegung von Wasserflöhen, zum Haftvermögen und zur Fortbewegung von Fauch- und Pfefferschaben, zum Wandkontaktverhalten von Rennmäusen oder zur Fortbewegung von Achatschnecken. Dabei werden insbesondere Beobachtung und Modellbildung als zentrale Erkenntnismethoden aufgegriffen.

In der Fachdidaktik II wird dieser Ansatz im Seminar zum diversitätssensiblen Forschenden Lernen mit Tieren im Biologieunterricht weitergeführt und zugleich mit dem entsprechenden Promotionsvorhaben verbunden (s.u.). Die Fachdidaktik III vertieft die wissenschaftliche Perspektive: Studierende beschäftigen sich mit empirischen Forschungsdesigns und Methoden der Biologiedidaktik am Beispiel des Einsatzes lebender Tiere und übernehmen dabei auch Aufgaben in petZ-Modulen.
Auch in der zoologischen Ausbildung werden die Möglichkeiten der Lehr-Lernräume genutzt. Dazu gehören beispielsweise die Untersuchung von Schaben, vergleichende Beobachtungen zur Fortbewegung von Wirbellosen und Wirbeltieren sowie die Auseinandersetzung mit Morphologie, Anatomie und Lebensraumanpassungen verschiedener Tiergruppen an lebenden Beispielen. Kleinere Verhaltensbeobachtungen an selbst gewählten Tierarten ermöglichen darüber hinaus eigene Fragestellungen und unmittelbare Erfahrungen mit biologischen Erkenntnisprozessen. Ergänzt wird das Angebot durch Veranstaltungen im Ergänzungsstudium, darunter Seminare zur Tierhaltung und Tierpflege aus biologischer und didaktischer Perspektive sowie eine Hallig-Exkursion mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten.

Mit petZ wurde damit ein Lehr-Lernort vorgestellt, an dem Tierhaltung, fachwissenschaftliche und fachdidaktische Ausbildung sowie Forschung eng miteinander verbunden werden. Lebende Tiere dienen dabei nicht allein der Anschauung, sondern werden gezielt in Beobachtung, Modellbildung, Forschendes Lernen und die Professionalisierung angehender Biologielehrkräfte eingebunden.
Workshop I: „Diversitätssensibel, forschend und lebendig Biologie unterrichten“
Im Promotionsvorhaben von Luisa Althaus an der Technischen Universität Dresden werden Ansätze für einen inklusiven, forschend ausgerichteten Biologieunterricht entwickelt und erprobt. Im Mittelpunkt stehen die Professionalisierung angehender Lehrkräfte im Umgang mit heterogenen Lerngruppen sowie die Entwicklung eines praxisnahen, projektorientierten Lehrkonzepts. Einen besonderen Schwerpunkt bildet das Forschende Lernen mit lebenden Tieren: An Stationen arbeiten die Studierenden unter anderem mit Keller- und Titanasseln, Stabschrecken, Achatschnecken und Fauchschaben und entwickeln daraus diversitätssensible Lernangebote. Die erarbeiteten Materialien sollen zugleich in die Schulpraxis transferiert werden und damit auch bereits ausgebildete Lehrkräfte unterstützen. Für den Ring der Vivariumschulen bietet das Vorhaben wichtige Anknüpfungspunkte für die Weiterentwicklung eines tierwohlorientierten, fachlich fundierten und für unterschiedliche Lernvoraussetzungen zugänglichen Unterrichts mit lebenden Tieren.

In diesem Rahmen wurde ein Versuchsaufbau zur Hell-Dunkel-Präferenz von Titan- und Pandaasseln durchgeführt, der verblüffte
Eine Hälfte des Bodens der Versuchsbox wird abgedunkelt, während die andere Hälfte hell bleibt. Gleichzeitig wird der Deckel über der hellen Bodenhälfte abgedunkelt; über der dunklen Bodenhälfte bleibt er lichtdurchlässig. Zusätzlich kann der nicht abgedeckte Bereich von oben mit dem LED-Licht eines Handys beleuchtet werden. Die Asseln können nun zwischen einem dunklen Bodengrund mit Beleuchtung von oben und einem hellen/weißen Bodengrund mit abgedunkeltem Deckel wählen. Unter diesen Bedingungen halten sich nach mehreren Minuten alle Asseln auf der Seite mit dem dunklen Bodengrund auf.

Arbeitshypothese: Für die Hell-Dunkel-Präferenz der Asseln könnte die Wahrnehmung der Helligkeit im unmittelbaren Bereich des Untergrunds bzw. an der Körperunterseite eine entscheidende Rolle spielen. Die Tiere bevorzugen den dunklen Bodengrund auch dann, wenn dieser von oben beleuchtet wird. Diese Beobachtung bietet einen Ansatzpunkt für weitere Versuche zur Frage, wie und über welche Sinnesstrukturen Asseln Lichtreize wahrnehmen.
Workshop II: „Tiere anders sehen – biologische Strukturen erforschen und künstlerisch anders sehen“
Der Workshop von Prof. Dr. Monique Meier stellte die vielfältigen Verbindungen zwischen Biologie und Kunst in den Mittelpunkt. Beide Fächer arbeiten mit Bildern und Formen des Wahrnehmens, Beobachtens und Darstellens. Während in der Biologie etwa das wissenschaftliche Zeichnen dazu dient, Strukturen differenziert zu erfassen und Erkenntnisse sichtbar zu machen, spielen Tiere und ihre Strukturen in der Kunst seit jeher eine bedeutende Rolle als Motiv und Ausgangspunkt gestalterischer Prozesse.
Ausgehend von einem fächerverbindenden und themenzentrierten Lernansatz wurde aufgezeigt, wie sich biologisches Erkunden mit Kreativität, Ästhetik und künstlerischem Experimentieren verbinden lässt. Kunstbasierte Aktivitäten in den MINT-Fächern können dabei nicht nur Bildkompetenz und vernetztes Denken fördern, sondern auch unterschiedliche Zugänge und Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen und damit diversitätssensibles Lernen unterstützen. Interdisziplinäres Lernen ermöglicht Mehrperspektivität, Handlungsorientierung und Selbstorganisation und gibt den Lernenden Raum, eigene Interessen und individuelle Stärken einzubringen.

Im praktischen Teil stand bewusst nicht das Tier als Ganzes, sondern eine ausgewählte biologische Struktur im Mittelpunkt, beispielsweise Fischschuppen. Diese wurde zunächst aus biologischer Perspektive im Aquarium beobachtet und anschließend künstlerisch interpretiert und gestaltet, wobei auch ihre Funktion sichtbar werden konnte. Dabei zeigten sich Parallelen zwischen den Erkenntnis- und Gestaltungsprozessen beider Fächer: Wahrnehmen und Beobachten – Modellbilden und Modellieren – Reflektieren in der Biologie korrespondieren mit Imaginieren – Entwerfen – Gestalten – Kommunizieren in der Kunst. So entsteht ein Ansatz, bei dem biologisches Forschen und künstlerisches Gestalten zu einem gemeinsamen Handlungsprodukt und einer neuen Perspektive auf Tiere und ihre Strukturen zusammengeführt werden.
Vortrag: Citizen Conservation (CC) und „wild at home“
Julia Bindl, Artenmanagerin bei CC für Amphibien und Reptilien, stellte die Bedeutung der Tierhaltung für den Ex-situ-Artenschutz vor. Ausgangspunkt waren die Herausforderungen durch Artensterben und Biodiversitätsverlust sowie die notwendige Stärkung des gesellschaftlichen Bewusstseins für Klima-, Arten- und Naturschutz. Gleichzeitig steht Tierhaltung zunehmend im Spannungsfeld mit grundsätzlicher Kritik an Tierhaltung und zoologischen Einrichtungen. Demgegenüber wurde hervorgehoben, dass für einen erheblichen Anteil bedrohter Arten verstärkte Ex-situ-Maßnahmen erforderlich sind. Erfolgreicher Artenschutz kann daher in bestimmten Fällen mehr statt weniger Tierhaltung erfordern: Professionelle Haltung und Erhaltungszucht können einen unmittelbaren Beitrag zum Erhalt bedrohter Arten leisten. Schulen und Schulvivarien können dabei wichtige Kooperationspartner sein und junge Menschen unmittelbar mit Artenschutz in Kontakt bringen.
Voraussetzung sind eine sachkundige, professionelle Haltung sowie die Beachtung von Melde- und Nachweispflichten. Informationen zum Schutz- und Bedrohungsstatus bieten u.a. wisia.de, die DGHT sowie die Haltungswegweiser von CC. Eine Herausforderung kleiner Ausgangspopulationen ist die Erhaltung der genetischen Diversität, die durch Linienmonitoring gestützt wird. Die Herausforderungen des Populationsmanagements wurden von den Anwesenden breit diskutiert.

Vanessa Dubberke stellte anschließend die neue Datenbank „wild at home“ vor. Sie soll institutionelle Haltungen, darunter Schulvivarien, und private Haltungen für Populationsmanagement und Monitoring miteinander vernetzen. Ein wesentlicher Vorteil ist die Nachverfolgbarkeit von Herkunft und Nachzuchten.
Die Anwendung befindet sich derzeit in der Beta-Phase und soll responsiv und anwenderfreundlich gestaltet werden. Über QR-Codes an Terrarien und Aquarien sollen Bestandsdaten unmittelbar und niedrigschwellig gepflegt werden können. Die weitere Finanzierung und Förderung des Projekts ist noch zu klären.
Führung durch die Forschungsräume der Angewandten Zoologie
Am Nachmittag erhielten die Teilnehmenden bei einer Führung Einblicke in Forschungsbereiche des Instituts für Zoologie der TU Dresden, die bewusst über die unmittelbare Schulpraxis hinausführten. Prof. Dr. Alexander Froschauer stellte Arbeiten mit dem Modellorganismus Medaka (Oryzias latipes) vor; an der TU Dresden werden unter anderem transgene Medaka-Linien eingesetzt, um Genexpression, Entwicklung und reproduktionsbiologische Fragestellungen zu untersuchen.

Dr. Oliver Otti gab Einblicke in die Forschung an Insekten, insbesondere an Bettwanzen, die als Modellorganismen unter anderem für Fragen der Fortpflanzungs- und Evolutionsbiologie genutzt werden. Auch Forschungsansätze an Ameisen wurden vorgestellt. Die Führung bot damit ein willkommenes „Schauen über den Tellerrand“ und vermittelte einen anschaulichen Eindruck aktueller zoologischer Forschung.

Dritter Tagungstag – 26.09.2026
Vorstellung und Erprobung der petZ-Unterrichtsmodule der TU Dresden
Am Vormittag wurden verschiedene Unterrichtsmodule der „petZ Lehr-Lern-Räume“ der TU Dresden vorgestellt und von den Tagungsteilnehmenden auszugsweise praktisch erprobt. Im Mittelpunkt stand der Einsatz lebender Tiere für einen handlungs- und forschungsorientierten Biologieunterricht in unterschiedlichen Jahrgangsstufen.

Vorgestellt wurden unter anderem die Module „Artgerechte Tierhaltung zum Mitmachen – Wir erforschen, was Tiere brauchen!“, „Unbekannte Vielfalt – Eine Rallye durch die Welt der Wirbellosen“ sowie „Krabbelige Liebeskonkurrenz – Evolution zum Anfassen“. Dabei kommen unter anderem Achatschnecken, Kellerasseln und Madagaskar-Fauchschaben zum Einsatz. Ein weiteres Modul zu invasiven Arten befindet sich in Entwicklung.
Die praktische Erprobung verdeutlichte die Bandbreite der Zugänge: Die Teilnehmenden testeten Aufgaben zur Systematisierung von Wirbellosen anhand morphologischer Merkmale, untersuchten am Beispiel von Kellerasseln Ansprüche an Umweltbedingungen und beschäftigten sich mit der artgerechten Gestaltung von Tierhaltungen. Am Beispiel der Fauchschaben wurden Geschlechtsdimorphismus, Partnerwahl und sexuelle Selektion durch Beobachtungen und experimentelle Ansätze erschlossen. Damit verbinden die Module unmittelbare Tierbegegnung mit Beobachtung, Hypothesenbildung und experimentelles Arbeiten.

Die vorgestellten Materialien zeigten insgesamt, wie sich die Arbeit mit lebenden Tieren fachlich fundiert und altersgerecht in kompetenzorientierte Unterrichtsvorhaben integrieren lässt. Besonders hervorgehoben wurde der Ansatz, biologische Fachinhalte nicht nur am Tier zu veranschaulichen, sondern Schülerinnen und Schüler durch eigene Beobachtungen und Untersuchungen zu einem zunehmend selbstständigen forschenden Lernen anzuleiten.

Interne Aussprache im Ring
Als möglicher Tagungsort für 2027 wurde Weinheim mit Robin Wagenfeld und Tim Schlenker als Gastgebern benannt. Die 26 anwesenden Ring-Mitglieder beschlossen einstimmig, über die mögliche Weiterentwicklung des Rings zu einem eingetragenen gemeinnützigen Verein auf nationaler Ebene eine namentliche Online-Abstimmung über den Verteiler durchzuführen.
Als wesentliches Ziel einer stärkeren organisatorischen Struktur wurde die Förderung und Absicherung der Sachkunde von Mitarbeitenden an Schulen mit Tierhaltung formuliert. Diskutiert wurden dabei insbesondere die Anforderungen nach § 11 Tierschutzgesetz bei einer über den reinen Unterricht hinausgehenden Nutzung bzw. öffentlichen Darstellung von Schulvivarien. Je nach gehaltener Tiergruppe können unterschiedliche Sachkundenachweise bzw. fachliche Qualifikationen relevant sein, etwa aus den Bereichen Nagetiere, Terraristik, Wirbellose oder Aquaristik. Als mögliche Ansprechpartner bzw. Qualifikationsanbieter wurden BNA, DGHT und VDA genannt.

Führung durch den Botanischen Garten Dresden
Eine Führung durch den Botanischen Garten der TU Dresden durch Prof. Dr. Christoph Neinhuis ergänzte das Tagungsprogramm um die botanische Perspektive. Die Geschichte der Pflanzensammlung reicht bis 1815 zurück; ihre Ursprünge liegen in einem medizinisch-pharmazeutisch ausgerichteten Garten. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Garten der damaligen Technischen Hochschule zugeordnet. Die geschickte Anlage der Wege und Sichtachsen lässt das vergleichsweise kompakte Gelände dabei deutlich größer und vielfältiger erscheinen.

Neben den Freilandanlagen und Gewächshäusern sowie dem Bionikpfad wurde der auf eigene Initiative entstandene Lehr- und Lerngarten für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende vorgestellt. Neben den Mitarbeitenden des Botanischen Gartens betreuen verschiedene Ausbildungsschwerpunkte der Universität eigene Flächen, darunter die Didaktik der Biologie und die Geographie. Saisonabhängig können hier unterschiedliche Obst- und Gemüsearten unmittelbar entdeckt und für Bildungsangebote genutzt werden. Als ermutigendes Motto für die Entwicklung solcher Lernorte blieb der Satz des Botanikers in Erinnerung: „Man muss einfach manchmal auch machen, ohne zu viel zu fragen.“ – Ein Zitat, das bei schulischer Tierhaltung eher weniger angebracht wäre.

Bericht und Fotos: Fabian Peter Kusterer (Hamburg) und Sabrina Mathesius (Berlin), 26.09.2026.